.

.

Sonntag, 29. Mai 2016

Unser Wochenende 28.5 - 29.5.

Das letzte Wochenende im Mai ist nun auch vorbei und
was wir so gemacht haben zeige ich euch jetzt. 


Jonas Patenonkel hat am Freitag seinen JGA gefeiert und 
ich hab Blumen bekommen. Er dachte wohl es wird schlimm werden.
Ehrlich gesagt, dachte ich das auch und hoffte, das mein Freund
den Weg nach Hause noch finden würde. Aber nichts desto trotz, 
habe ich mich sehr darüber gefreut!


Und da die Paten von Jonas in Indonesien wohnen, gab es
zwei tolle Mitbringsel von ihnen. Diese Trommel ist ja wohl
mega! Sie wird jetzt hier ständig benutzt und egal wer daran
vorbei geht, muss drauf herum Trommeln. Sehr lustig! 


Das zweite Mitbringsel ist dieser Frosch. Seht ihr die Höcker
auf dem Rücken? Da geht man mit dem Stab darüber und es erzeugt 
tolle Geräusche. Sehr ausgefallen und wir lieben es!


Während mein Freund am Samstag in den frühen Morgenstunden erst nach Hause kam
und seinen Schlaf nach holte( und ja, ich hatte eine unruhige Nacht) ging es für mich spontan 
zum Friseur. Mensch tat das gut nach einem Jahr mal wieder nicht selbst 
die Haare waschen zu müssen. 


Während ich mich verwöhnen ließ, passte eine gute Freundin auf 
Jonas auf. Vielen Dank noch mal für die kurze Auszeit!
 Er und sein bester Kumpel hatten eine menge Spaß und
ich wurde regelmäßig Informiert was die zwei so getrieben haben. 


Danach ging es noch mal auf den Spielplatz damit der Papa
noch was ruhe hatte vor dem Wirbelwind. 


Am Sonntag haben die Männer dem Uropa bei der Garten Arbeit geholfen.


Jonas wartet schon ganz gespannt auf die Erdbeerernte. 


Beim Durchforsten von Uropas Garten haben wir seine Lila Kohlrabi entdeckt.
Die habe ich bisher noch nie gesehen oder gegessen. Bin gespannt wie 
sie schmecken. 


Aber es gibt auch "normale" Kohlrabi bei ihm zu finden.


Nach der Arbeit wurde noch der Hund bespaßt und das 
"gib Pfötchen" geübt ;-) 


Tja und ich hab mich mal eben in ein Einhorn verwandelt. 

Freitag, 27. Mai 2016

Zeit für mich / Open Air mit Stefanie Heinzmann


Einige von euch hatten es bestimmt schon mitbekommen, das ich diese Woche auf einem Open Air Konzert von Stefanie Heinzmann war. Ja, auch bei uns auf dem " Dorf" ist mal was los. Ganz Spontan habe ich mich dazu entschlossen, dort hin zu gehen. Ich war selbst etwas überrascht von mir, denn seid dem ich Mutter bin, habe ich meine Aktivitäten ausschließlich zwei Monate im voraus geplant. Aber da die Veranstaltung nur fünf Minuten von zu Hause weg war, wäre ich im Notfall auch schnell wieder daheim gewesen. Typisch Mutti halt ;-)

Ehrlich gesagt, ging es mir auch in erster Linie nicht darum, diesen Star zu sehen. Ich bin weder Fan noch Groupie von ihr (was sich nach dem Konzert aber geändert hat!). Der Hauptgrund war eher, das ich es mal wieder bitter nötig hatte vor die Tür zu kommen. Und natürlich mal wieder Zeit mit meiner besten Freundin zu verbringen. Denn meistens ist ja mehr als ein Plausch mit Kaffee nicht drin, wenn das Kind noch zu Hause betreut wird.

Und ja, irgendwie habe ich mich in den letzten Monaten doch etwas selbst vernachlässigt. Meine Zeit, Energie und Kraft habe ich voll und ganz meinem Sohn und meiner Familie gewidmet. Was auch für mich selbstverständlich ist und ich gerne tue. Und ja, ich habe mich damals bewusst für eine Familie entschieden. Mit allem was dazu gehört. Aber dennoch bin ich nicht nur Mutter, sondern auch noch ICH!

In den letzten Wochen habe ich gemerkt, das ich gar nicht mehr so richtig am Leben teil genommen habe. Es gab kaum eine Auszeit für mich. Ich habe es einfach nicht gemerkt oder wahr genommen, das es auch noch ein Leben außerhalb meiner wundervollen Familie gibt. Als Mutter stellt man einfach gnadenlos seine eigenen Bedürfnisse in den Schatten und reagiert nicht mehr darauf, was man selber möchte. So selbstlos kann wirklich nur eine Mutter sein! Glaube ich. Mir geht es auf jeden Fall so.

Ich lief also bei uns durch die Stadt und sah schon die Plakate überall hängen." Ach wie gerne würde ich da hin gehen.", dachte ich mir insgeheim. Doch warum gehen ich denn nicht einfach? Was spricht denn dagegen? Ja nichts! Also rief ich gleich meine Freundin an und fragte sie, ob sie mich begleitet. Ihre Antwort war natürlich ja. Was mich wirklich sehr freute. Endlich ein bisschen Zeit nur für mich und meine Freundin. Das ist wirklich so selten geworden und dennoch ist sie immer noch an meiner Seite. Das muss wirklich wahre Freundschaft sein. Was ja auch nicht mehr oft zu finden ist. Gerade wenn man Kinder hat. Man stößt doch oft auf Unverständnis, wenn man Verabredungen nicht einhalten kann oder das Kind zum fünften mal krank ist hintereinander. Ich bin wirklich sehr froh darüber, das ich so eine Loyale, Verständnisvolle und geduldige Freundin habe.

Vorgestern Abend war es dann soweit. Etwas nervös war ich ja schon ein wenig, aber das legte sich auch ganz schnell wieder, nachdem ich meine Freundin zu Hause abholte. Wir machten den gleichen quatsch wie früher und es fühlte sich gut an. Wir lachten über die selben Dinge und es war, als wäre die Zeit stehen geblieben. Am Ort des Geschehens holten wir uns erstmal einen Hugo. Serviert in einem Pappbecher! Lecker.


Hier das Beweis Foto ;-) 


Ich bin so froh darüber, das ich dort war. Es war ein super mega geiler Abend! So viel Spaß hatte ich wirklich schon lange nicht mehr. Und ich kann jeder Mama nur raten, auch mal ein kleines bisschen an sich zu denken. Egal was es ist, tut es einfach, wenn ihr die Möglichkeit dazu habt. Es wird euch garantiert gut tun! Ich habe beschlossen, das ich das jetzt mal öfter machen möchte, wenn es die Zeit zu lässt. Denn auch ich als Mama, brauche einfach mal eine kleine Pause.


Und für diejenigen, die es noch Interessiert, habe ich noch eine paar Bilder und Videos ;-)









Montag, 23. Mai 2016

Ein Heiratsantrag und viele Schmeicheleien

Wie ihr ja schon in meinen Freitags Impressionen lesen konntet, musste ich am Wochenende wieder Arbeiten. Dieses mal war ich zu Gast auf der Chirurgie. Ich muss ja ehrlich sagen, das dass mal so gar nicht mein Gebiet ist. Diese ganzen Knochenbrüche, Blinddärme und Mandel Geschichten reizen mich ja mal so gar nicht. Aber manchmal kann ich es mir eben nicht aussuchen auf welcher Station ich bin.

Der Dienst begann wie immer um sechs Uhr in der Früh. Zeit für ein Käffchen war leider nicht, denn die Masse an Patienten wollte versorgt werden. Ich widmete mich den etwas aufwändigeren Patienten und stürzte mich ins Getümmel. Mein erster Patient war nicht sonderlich gut gelaunt, aber es nutzte ja alles nichts. Er beschwerte sich erstmal über die weck Zeiten. Tja guter Mann, die habe ich leider auch nicht gemacht. Recht hat er. Aber wie immer sind wir Schwestern schuld. Ich begann meine Arbeit und das Mosern ging weiter. Das Wasser zu warm, das Licht zu hell, das falsche Duschgel, die falsche Unterhose und so weiter. Alles in allem etwas unzufrieden, doch ich hatte Nachsicht mit dem armen Mann. Er hatte es wirklich nicht leicht mit seinem Künstlichen Darmausgang. Aber irgendwann haben wir es dann geschafft und er war doch etwas froh, sich etwas frischer zu fühlen.

Der nächste Patient war ein besonderes Schätzchen und seine Geschichte wirklich traurig. Als seine Frau vor ein paar Jahren verstorben ist, hat er angefangen zu Trinken. Er ist vollkommen von der Bahn gekommen und hatte leider niemanden, der ihn aufgefangen hat. Das ganze führte irgendwann dazu, das er beide Füße verlor. Trotz allem war er ein sehr netter Mensch. Ich half ihm also beim Waschen und er erzählte währenddessen ein paar wirre Geschichten. Als wir fast fertig waren, sagte er, " Komm mal etwas näher. Ich muss dir was sagen". Ähm, okay. Ich ging etwas näher heran mit meinem Gesicht. " Noch näher!" Jetzt wurde es heikel. Meistens endet so etwas nicht gut. Ich ging noch ein kleines Stückchen näher heran. Er bewegte nur seine Lippen. Doch im Lippen ablesen war ich nicht sonderlich gut. Zumal sein Vollbart es nicht gerade leichter machte. Ich sagte ihm, das ich ihn nicht verstehe. Und dann kam plötzlich das, " ICH LIEBE DICH. Willst du mich Heiraten?". Ich musste erstmal schmunzeln und war peinlich berührt. Leider musste ich ihm sein Herz brechen und sagte, " Ich fühle mich sehr geehrt, aber ich bin leider schon Verlobt". Er war beleidigt, drehte sich um und knabberte seine Plätzchen. Wovon ich übrigens nichts ab bekam, wie er sagte. Pech für mich. Nur gut das er mir den Antrag erst nach dem Waschen gemacht hatte. Sonst hätte ich ein Problem gehabt.

Im nächsten Zimmer ging es dann weiter mit den Schmeicheleien. Zwei Herren im mittleren Alter, die versuchten mein Alter zu schätzen. Das ist übrigens eines der Lieblings Beschäftigungen bei Männern im Krankenhaus. Erraten wie Alt die Schwestern sind. Nervt mich ja Persönlich schon etwas. Nicht die Tatsache, mein Alter Preis zu geben. Sondern diese unterschwelligen Anmach versuche. Aber es gibt dann immer gleich eine nette, forsche und passende Antwort von mir, sodass es keine weiteren Versuche mehr gibt. Meistens ist es dann auch gut und die Männlichen Patienten benehmen sich wieder wie Erwachsene. Mein geschätztes Alter lag übrigens bei 24. Knapp daneben, wenn man mal bedenkt, das ich dieses Jahr schon 30 werde.

Alles in allem, ein ganz normales Arbeitswochenende für mich!