Da es ja gestern etwas später geworden war bei der Oma auf dem Geburtstag, haben wir heute morgen etwas länger geschlafen. Ich war tatsächlich vor meinem Sohn wach. Das hat Seltenheitswert. Während mein Sohn also noch schlief, machte ich mir eine halbe Kanne Kaffee fertig. Die erste Tasse ist einfach das beste am morgen. Kurze Zeit später wurde auch Jonas wach und wir kuschelten noch ein paar Minuten. Danach mussten wir uns etwas ranhalten. Wir wollten ja nicht zu spät kommen. Jonas rannte wie immer fröhlich vor und freute sich. Doch als wir im Kindergarten ankamen, war die Freude nicht mehr so groß. Jonas versteckte sich hinter mir und er tat keinen Schritt ohne mich. Also gingen wir zwei wieder zusammen los und entdeckten die Räumlichkeiten. Als erstes zog es uns heute in die Turnhalle. Aber das war Jonas wohl zu viel trubel und somit waren wir dort schnell fertig. Er wollte dann doch lieber raus zu den anderen Kindern. Das Objekt der Begierde war ein Bobby Car mit Anhänger. Jonas schwingte sich auf das Auto und plötzlich stand ein kleiner Junge vor ihm und schrie ihn in einer Tonlage an, das ich dachte mein Trommelfell platzt gleich! Jonas blieb natürlich sitzen und der Junge fing an, Jonas zu schubsen und auf den Kopf zu schlagen. Ich schaute mich erstmal um ob eine Erzieherin in der nähe war, die die Situation lösen würde. Leider waren die aber gerade dabei die Kinder einzusammeln die außer Reichweite waren. Meinem Mama Herz tat es weh so etwas zu sehen. Und am liebsten hätte ich das Kind selbst einmal zurück geschubst. Natürlich geht das nicht, aber der Gedanke war da. Jonas wusste nicht wie ihm geschah und als der Junge einfach nicht aufhörte, ging ich dazwischen und sagte zu ihm " Man haut keine anderen Kindern". Er hörte sofort auf, schrie weiter und schmiss etwas durch die Gegend. Mein armer Schatz. In diesem Moment musste ich mich von dem Gedanken verabschieden, meinen Sohn immer und überall beschützen zu können. Ich hoffe nur das er sich irgendwann selber (verbal) wehren kann, wenn so etwas noch mal vorkommt. Viel Appetit hatte Jonas heute auch nicht und aß nur eine kleine Scheibe Schinkenwurst. So gegen elf Uhr räumten alle Kinder auf und der tägliche Singkreis begann. In diesen 10 Minuten war Jonas heute das erste mal ohne mich bei den anderen. Ein kleines bisschen nervös war ich ja schon. Und diese 10 Minuten kamen mir wie Stunden vor. Da saß ich also in dem "Eltern Zimmer" und wartete. Dann kam die Erzieherin herein,lächelte und sagte " Das war es schon. Wir sind fertig". Sie sagte mir, Jonas habe zwar ein paar mal nach mir gefragt, aber er ließ sich wohl schnell ablenken und hat nicht geweint oder dergleichen. Erleichtert ging ich dann wieder zurück und Jonas schaute mich grinsend an und rief " Da ist die Mama!". Die anderen Kindern riefen im Chor "Da ist die Mama!". Wir alle mussten so lachen. Unser Tag im Kindergarten war somit wieder vorbei, doch Jonas wollte mal wieder nicht mit nach hause. Also machten wir mal wieder einen schreienden Abgang! Ach ja. Und Jonas hat heute hat sein erstes Bild im Kindergarten gemalt. Ich war so stolz! Mal schauen was uns morgen so alles erwartet.
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Montag, 29. August 2016
Freitag, 26. August 2016
Der dritte Kindergarten Tag!
Als ich heute morgen um kurz nach sieben wach wurde und nach rechts schaute, lag niemand neben mir. Ich war etwas verwundert. Mein Sohn lag nicht neben mir? Seid circa sechs Monaten hat er nämlich keine Nacht mehr durch geschlafen und nächtliche besuche waren bei uns total normal. Kurze Zeit später stand er aber schon neben mir und kroch noch mal mit unter meine Decke. Er lächelte mich an und wir kuschelten noch etwas gemeinsam. Danach kam unser übliches morgen Programm. Doch irgendwie war es anders als sonst. Jonas war beängstigend ruhig. Das ist er ja sonst nie! Es gab kein gemecker. Kein Gekreische. Nichts. Ein ruhiges Kind saß auf der Couch und spielte mit zwei seiner Lieblings Autos. Solche Momente gab es bisher wirklich nur sehr selten. Normal ist hier vom ersten Augenaufschlag an Action angesagt. Doch heute nicht. Um halb neun ging es dann wieder auf in den Kindergarten. Jonas rannte alleine vor und ging schnurstracks durch die Kita Türe durch. Alle wurden mit einem Lächeln und winken begrüßt. Jonas zog die Mädels wiedermal wie ein Magnet an und spielte mit ihnen. Alles natürlich ganz ruhig. Den Erzieherinnen viel das natürlich gleich auf und sie fragten mich, ob Jonas heute nicht gut drauf sei. Ich antwortete " Ich denke mal, er hat nach einer langen Zeit mal wieder gut geschlafen und ist deshalb etwas entspannter". Nach einer dreiviertel Stunde setze Jonas sich an den Frühstückstisch zu den anderen Kindern. Er wollte eine Tasse Milch haben. Ich war baff! Mein Sohn hat noch nie pure Milch bei uns getrunken. Zwei Tassen hat er sich selbst eingeschüttet und auch leer gemacht. Danach nahm er sich wie selbstverständlich ein Stück Brot und schmierte Marmelade darauf. Ich hätte in den Moment heulen können! Auch dies macht er zu Hause nicht und möchte immer schön bedient werden von Mama ;-) Ihr glaubt gar nicht wie sehr ich mich darüber gefreut habe und wie unendlich stolz ich auf meinen kleinen großen war. Da wurde mir erst recht klar, wie groß und selbständig mein Sohn schon ist. Danach brachte er noch sein Geschirr in die Spüle und ging dann heraus zum spielen. Es gab zwar ein paar Kontroll Blicke, aber ich musste nicht mehr mit ihm gehen. Er forderte andere Kinder zum spielen auf und rannte quietschend über den Rasen. Es war einfach nur schön zu sehen wie wohl er sich dort fühlt. Und um kurz vor elf ging es dann wieder ab nach hause. Diesmal aber ohne Gebrüll. Das war heute ein wirklich toller Tag für uns beide und ich bin so stolz auf mein Kind! Jetzt können wir die Erlebnisse der letzten drei Tage erstmal verarbeiten und das Wochenende genießen :-)
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Donnerstag, 25. August 2016
Der zweite Kindergarten Tag!
Unser Tag begann wieder mal um kurz nach sechs Uhr. Mein Mann war schon so gut wie auf dem weg zur Arbeit und Jonas konnte noch schnell Tschüss sagen. Als die Tür ins schloss viel machte sich Jonas heimlich am Kühlschrank zu schaffen und speiste genüsslich ein Stück Schokolade. Ich war leider noch zu müde um ihm zusagen das das keine Uhrzeit sei um Schokolade zu essen. Danach nahm er sich seinen Rucksack und ging zur Haustüre. Da wollte schon jemand in den Kindergarten. Ich musste ihm erstmal versuchen zu erklären das dieser noch zu ist. Gar nicht so einfach. Denn meine Worte ließen ihn wütend und traurig werden. Ich bot ihm erstmal was zu essen an und für mich gab es wie immer erstmal Kaffee. Um viertel vor neun gingen wir dann los Richtung Kita. Dort angekommen durfte Jonas sich erstmal ein Fach mit seinem persönlichen Bild aussuchen. Er entschied sich für das Haus und ich räumte seine Sachen dort ein. Danach stürzte er sich wieder mal auf das Spielzeug. Das erste gezanke um die Autos ging los. Jetzt musste Jonas anfangen zu teilen, aber mit dem Jungs wollte er nicht. Er nahm seine eroberten Sachen und verkroch sich in eine Ecke. Doch plötzlich standen auf einmal drei Mädels um ihn herum. Sie schauten ihm interessiert zu und Jonas bot den Damen ein Auto an. Die waren aber viel zu schüchtern und gingen wieder. Ein wenig später setzte sich Jonas zu den anderen an den Frühstückstisch. Doch das war ihm nicht geheuer und es kam immer ein Kontroll Blick in meine Richtung. Er nahm sich schüchtern ein Stück Brot und aß es. Alles in einem haps. Weiter ging das Spielen. Doch auch dieser Kindergarten Tag war irgendwann zu ende. Doch auch heute wollte Jonas nicht mit nach hause. Er lief schreiend vor mir weg! Zick Zack ging es über das komplette Gelände. Ein bisschen blöd kam ich mir schon vor meinem Sohn so hinterher zu hechten. Aber gut, es ist ja ein gutes Zeichen. Irgendwann verkroch er sich hinter die Rutsche, schaute mich an, winkte und sagte "Mama tö". Da war der Satz. Und das schon am zweiten Tag! Baff schaute ich ihn erstmal an. Doch leider war das nicht möglich ihn da zu lassen, denn ich habe schon gemerkt wie ihn diese knappen zwei Stunden schon müde machen und wir wollen das ganze nicht überstrapazieren für den Anfang. Also ging es auch heute wieder mit lautem Gebrüll nach hause :-) Und wir freuen uns morgen schon auf unseren dritten Tag!
Mittwoch, 24. August 2016
Der erste Kindergarten Tag!
Unser Tag startete heute morgen früh um sechs Uhr. Als mein Sohn mich mit einem dicken Kuss weckte wurde mir bewusst, das aus meinem Baby ein Kindergarten Kind werden würde. Meine Gefühle waren eine Mischung aus Freude, angst und stolz. Und ich fragte mich " Wann ist mein Kind so groß geworden?". Ich machte mir erstmal eine Kanne Kaffee zur Beruhigung und mein Sohn stürzte sich wie immer als erstes auf seine Spielsachen. Danach bereitete ich das Frühstück vor und vergaß, das es das ja ab jetzt im Kindergarten gibt. Egal. Das ließ ich mir nicht nehmen und ich musste dringend etwas essen, denn mein Magen fühlte sich etwas flau an. Doch anscheinend war nicht nur ich etwas aufgeregt. Wir beide bekamen jeweils gerade mal eine halbe Scheibe Brot herunter. Ich nahm mir noch eine Tasse Kaffee und machte mich so langsam fertig. Um halb acht war ich schon komplett angezogen und meine Nervosität stieg. Die Zeit schien still zu stehen. Ich musste alle zehn Minuten auf die Uhr schauen und machte mich selbst total verrückt. Mein Sohn war verdächtig ruhig. Er spielte ganz leise und in Ruhe mit seinen Autos. Ich beobachtete ihn dabei und ich konnte es einfach nicht fassen das er ab jetzt in den Kindergarten gehen würde. So langsam machte ich Jonas dann auch fertig und sagte zu ihm " Ab heute gehst du in den Kindergarten. Freust du dich schon darauf?". Er nickte mit dem Kopf, nahm sich seinen Eulen Rucksack und ging zur Türe. Ehrlich gesagt, beruhigte mich seine Reaktion etwas und ich sagte ihm, daß wir noch etwas Zeit haben. Er hüpfte dann hin und her, sprang durch die Wohnung und sang. Seine Vorfreude war kaum zu übersehen. Als es dann soweit war, schnappte sich Jonas seinen Rucksack und gingen Hand in Hand mit mir Richtung Kindergarten. Er wusste ganz genau wo es lang ging. Unser Fußweg dorthin beträgt gerade mal zwei Minuten und lange Zeit zum Nachdenken blieb da nicht. Am Kindergarten angekommen wurden wir sehr freundlich und gut gelaunt von der Leitung in Empfang genommen. Sie brachte uns zu den Erzieherinnen, die für die Kinder unter drei Jahren zuständig waren. Auch dort kannte man schon Jonas Namen und wurden sehr freundlich begrüßt. Wir beide durften dann die Räumlichkeiten erkunden und das erste worauf sich Jonas stürzte, waren die Duplo Autos. Das Interesse hielt jedoch nur wenige Minuten und schwups ging es raus in den Sandkasten. Denn da stand ein Riesen grosser Bagger. Er nahm meine Hand und führte mich dorthin. Da saßen wir nun inmitten von tobenden und lachenden Kindern. Wahnsinn was da ab ging! Also im positivem Sinne. Jonas kam mit dem staunen und beobachten der anderen Kinder gar nicht hinterher. Genau so wie ich. Langsam wagte er sich vor und sah sich genauer um. Sobald ein Kind auf ihn zukam, versteckte er sich hinter mir. Doch das legte sich nach einer halben Stunde und die anderen Kinder wurden zum spielen aufgefordert. Irgendwann entdeckte Jonas den Frühstücksraum der großen Kinder und setzte sich dazu. Er sah das es Fleischwurst gab und zack wollte er auch etwas haben. Doch bis er das Stück aß, saß er dort mit offenem Mund am Tisch und beobachtete die andere Kinder. Er war ganz fasziniert was da so los war am Frühstückstisch. Danach wurde weiter erkundet und gespielt. Die Erzieherin machte dann auch ein paar Fotos von Jonas, die dann in seine Mappe kommen. Dort wird dann alles chronologisch angelegt und zum Kita Ende haben die Eltern dann eine schöne Erinnerung an die Zeit. Der erste Tag neigte sich langsam dem Ende zu und wir mussten nach hause. Wir waren übrigens die letzten von den "neuen" die noch dort waren, da Jonas nicht nach hause wollte. Ich musste ihn dann erstmal auf dem großen Gelände einfangen. Aber das war gar nicht so einfach. Als ich ihn dann endlich hatte weinte er bitterlich und tobte! Er schrie den ganzen Kindergarten zusammen und wehrte sich so heftig, das ich ihn kaum festhalten konnte. Ich sagte zu ihm, daß er morgen wieder in den Kindergarten darf. Doch das besänftigte ihn nicht. Zu hause angekommen weinte er noch eine weile. Aber seine Reaktion zeigt mir, das er sich dort wohl fühlt und ich mir deswegen keine sorgen machen muss. Ich freue mich schon auf morgen und bin gespannt wie unser zweiter Kita Tag verlaufen wird.
Mittwoch, 17. Februar 2016
Wir haben einen Kita Platz!
Lange haben wir darauf gewartet und nun ist es offiziell. Ab August 2016 wird unser Sohn in den Kindergarten gehen. Ein neuer Lebensabschnitt fängt dann an.Nicht nur für unseren Sohn, nein, auch für uns wird dies eine große Umstellung sein. Eine Positive hoffen wir. Bald gibt es nicht nur Mama und Papa die ihn behüten und beschützen. Demnächst wird es noch weitere Menschen in seinem Leben geben, die dies tun werden, ihn trösten und die Welt erklären. Er wird viele neue eindrücke erleben und neue Freundschaften knüpfen. Er wird lernen, nicht immer die Nummer eins zu sein und sich in Geduld üben müssen. Auch die " Trennung" von mir, wird wahrscheinlich nicht ganz einfach werden.
Doch auch wir, insbesondere ich als Mama, werde auch sehr viel lernen müssen.Ich muss genau wie mein Sohn, vertrauen haben zu den Menschen, denen ich mein Kind anvertrauen werde. Ich muss lernen, das ich nicht mehr die einzige sein werde, die ihn tröstet, wenn er sich weh getan hat. Ich muss lernen, mein Kind ein Stück weit " los zu lassen" und er seine eigenen Erfahrungen machen kann. Doch ich versuche das ganze auch positiv zu sehen. Ich werde wieder etwas mehr Zeit für mich haben und somit kann ich etwas mehr Arbeiten gehen.Da freue ich mich schon ein wenig drauf, denn ich liebe meinen Job. Ich habe die 2 Jahre wirklich sehr genossen mit meinem Sohn. Alles richtete sich nach ihm und seinen Bedürfnissen.Manches mal, habe ich auf Dinge verzichtet. Freiwillig! Ich wollte die ersten Male mit ihm zusammen erleben und ich bin überglücklich darüber, das ich dieses Privileg genießen konnte. Wir beide konnten viel voneinander lernen, haben gelernt uns zu vertrauen. Wir haben viel zusammen gelacht, aber auch geweint. Mein " Baby " ist so schnell groß geworden und ich weiß nicht wo die Zeit hin ist. Und jetzt, wo ich es schwarz auf weiß habe, wird mir doch ein wenig mulmig zumute.Aber ich denke, ich bin nicht die einzige Mutter der es da so ergeht. Ich gehe auf jeden Fall positiv an die ganze Sache ran und bin sehr gespannt darauf, was auf uns zu kommt. Bis es aber soweit ist, genießen wir noch etwas die Zeit und freuen uns auf das was kommt.
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