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Freitag, 17. Juni 2016

Schaaatz! Kommst du mal bitte schnell....!

Ich weiß ja nicht wie es bei euch so ist, aber bei uns heißt dieser Satz " Schaaatz! Kommst du mal bitte schnell....!" nie etwas gutes. Sobald dieser Satz mit einer dramatischen Stimmlage ertönt, gehen bei mir alle Alarmglocken an oder die des Mannes. Irgendwie hat sich das zu unserem Krisen Codewort entwickelt in unserer Familie. Einer von uns stürmt dann gleich in die Richtung des Hilfesuchenden und versucht erstmal die Sachlage zu analysieren. Bei Ankunft werden erstmal auf einen Blick die zwei wichtigsten Dinge abgecheckt. Erstens, Leben alle noch? und Zweitens, Kann ich irgendwo Blut sehen? Wenn ich diese zwei Fragen positiv beantworten kann, dann scheint es vorerst nicht ganz so schlimm zu sein. Manchmal ist es tatsächlich nur halb so wild, wie es sich im ersten Moment anhört. Als sich dieses ganze Ding mit dem Codewort entwickelte, war unser Sohn frisch geschlüpft. Gerade am Anfang, wenn noch alles neu ist mit so einem kleinem Würmchen, ist man ja eh stets in hab acht Stellung. Bei jedem pieps wird alles fallen gelassen und sich vergewissert das auch alles in Ordnung ist. Als ich diesen Satz das erste mal hörte, stand mein Zukünftiger mit unserem Sohn das erste mal alleine am Wickeltisch. Meine Alarmglocken gingen sofort an und ich brüllte " Ich hab dir doch gesagt du sollst ihn nicht alleine auf dem Wickeltisch lassen!!!" Noch bevor ich wusste was los ist, malte ich mir die schlimmsten Dinge in meinen Kopf aus. Mein Sohn liegt leblos am Boden, er blutet oder hat etwas gebrochen. Ich kam also am Ort des Geschehens an und sah meinen Sohn quietschend auf dem Wickeltisch liegen. Doch dann sah ich zu meinem Freund und sein Gesicht sah aus wie eine zerquetschte Limo Dose. Ich schaute ihn ganz entsetzt und fragend an und sagte "Was ist denn bloß passiert?" Er zeigte auf die Windel und schaute mich an. Ich konnte nur mit den Schultern zucken und das Fragezeichen in meinem Gesicht wurde immer größer. Er würgte und stammelte "Die Pampers *würg*.... Ist voll....". In dem Moment musste ich so laut los lachen. Dafür versetzte er mich so in angst und Schrecken!? Wir haben das "Problem" dann gemeinsam gelöst und die Krise überwunden ;-)

So setzte sich unsere Tradition bis heute fort und gestern Abend war es dann mal wieder so weit. "Schaaatz! Kommst du mal bitte schnell...!". Meine beiden Männer hielten sich im Badezimmer auf, während ich die Küche aufräumte. Mittlerweile spurte ich nicht mehr im Galopp durch die Wohnung, sondern lasse mir etwas mehr Zeit. Ich machte die Türe zum Badezimmer auf und sah meinen Mann hektisch durch Jonas Haare wuscheln. "Was machst du da?" fragte ich ihn. Er sah mich etwas blass an und sagte "Jonas blutet irgendwo am Kopf! Schau doch mal da. Alles voller Blut! Wo kommt das denn jetzt auf einmal her?". Ich sah mir das ganze in ruhe an und fand auch schnell die "Ursache" für das ganze "Blut". Ich schaute meinen Geliebten Mann an und grinste. Ich nahm etwas von dem "Blut" und probierte es. "Schmeckt irgendwie nach Erdbeermarmelade Schatz". Mein hämisches lachen konnte ich leider nicht verbergen. Es war einfach nur zu komisch. Aber süß wie viel sorgen er sich macht. Was auch schlimm wäre, wenn er es nicht tun würde. Ich zog ihn noch eine weile damit auf, denn bei solchen komischen Dingen die bei uns zu Hause passieren, muss ich einfach etwas länger drüber lachen. 

Wie ist das denn bei euch in der Familie. Habt ihr auch so spezielle Codewörter/ Codesätze und die dazu passenden Geschichten? Erzählt doch mal aus dem Nähkästchen!



Donnerstag, 12. Mai 2016

Mama, NEIN!

Diesen zwei Wort Satz, höre ich in den letzten Wochen mehrmals täglich. Seid dem mein Sohn das kleine Wörtchen "NEIN " für sich entdeckt hat, ist es gar nicht mehr weg zu denken. Es ist wie eine Mini Schallplatte in seinem Kopf. Nur das die anscheinend irgendwie kaputt zu seien scheint. Vorübergehend. Hoffe ich. Denn unsere Gespräche verlaufen meist so ab:

"Jonas, holst du bitte deine Jacke?."
" NEIN!"

" Darf ich dir bitte die Schuhe anziehen?"
" NEIN MAMA!"

"Möchtest du etwas essen?"
" NEIN!"

" Sollen wir auf den Spielplatz gehen?"
"NEIN!"

Einfach alles ist im Moment NEIN. Außer es geht sich um Oma/Opa oder Schokolade. Dann gibt es meistens ein kleines Ja. Das ist aber wirklich die Ausnahme. Und soll ich euch mal etwas beichten? ICH KANN ES BALD NICHT MEHR HÖREN! Egal was ich sage oder mache, es wird zu 99% immer mit dem selben Wort beantwortet oder kommentiert. Es wäre langsam wirklich mal wünschenswert, das er ein paar neue zwei Wort Sätze lernt wie zum Beispiel, Super Mama, Gerne Mama... ;)

Ich liebe meinen Sohn abgöttisch und ich kann ihm nicht mal wirklich böse darüber sein. Denn irgendwie ist es ja schon toll zu sehen, wie er seinen eigenen Charakter formt und seine Grenzen austestet.

Er Stemmt seine Hände in die Hüften, zieht die Augenbrauen ganz tief nach unten, macht einen kleinen schmoll Mund und sagt ganz ernst "NEIN MAMA!". Innerlich bin ich dann immer zweigeteilt. Das ist wie mit dem Engelchen und Teufelchen, die in Trickfilmen immer auf der Schulter sitzen.

Das Engelchen sagt: " Ach schau dir diesen süßen kleinen Jungen an. Mit seinem Stroh blondem Haar, seinen Stahl blauen Augen und seinem süßen lächeln. So ein richtiger Oma Magnet. Wie kann man da nur genervt von sein? Genieße diese einmaligen Momente! Später wirst du darüber lachen können."

Und das Teufelchen sagt: " Dieser kleine (B)engel! Er weiß ganz genau mittlerweile, wie er dich auf die Palme bringt oder wie er ein Stück Schokolade bekommt. Klimpert einmal mit seinen Augen und zack. Da ist es schon um dich geschehen. Du musst stark bleiben Kamerad!".

Ja ja, so oder so ähnlich läuft das dann in meinem inneren ab. Meistens bin ich aber sehr geduldig und versuche gelassen zu wirken. Klappt natürlich auch nicht immer. Gestern war aber der Höhepunkt erreicht und ich stand etwas ratlos da. Folgende Situation spielte sich ab:

Ich wollte Jonas fertig machen, damit wir das schöne Wetter genießen konnten. Immerhin waren es 25 °C draußen. Ich informierte ihn, das er jetzt eine neue Pampers bekommt und frische Sachen anzieht. Doch ich kam nicht einmal dazu, ihn auszuziehen. Er lief panisch vor mir weg und rief "Nein,Nein,Nein". Ich versuchte zu erklären, daß seine Pampers ganz schön voll sei und wir jetzt was tolles unternehmen wollen. Doch das interessierte ihn nicht. Er schob mehrmals meine Hand weg und es war nichts zu machen. Ich ließ ihn in ruhe und versuchte es später noch einmal. Doch das Theater ging von vorne los. Nach einer Stunde war meine Geduld am ende und es ging alles nur unter Protest. Kaum hatte er die kurze Hose an, wurde wild gebrüllt. Er war wohl überhaupt nicht damit einverstanden und zog sie sich wieder aus. Wieder versuchte ich zu erklären, warum er die jetzt anziehen soll. Doch es kam nur "Nein, Nein, Neeeeiiinnn Mama!". Ich gab auf, er bekam eine lange Hose an und das Gebrüll hörte sofort auf.  Mit den Schuhen war es genau das selbe. Ich wollte ihm die Sandalen anziehen. Doch keine Chance! Es mussten seine Winterschuhe sein. Na klasse. Und als wäre das nicht schon genug, wollte er natürlich noch seine Jacke anziehen. Für ihn war somit die Welt in Ordnung und er nahm mich an die Hand und zeigte auf die Haustüre. Er war also bereit raus zu gehen. Tja, so war es dann auch. Die Leute haben schon etwas blöd geguckt. Die Mutter zieht ne kurze Hose und T-Shirt an und das arme Kind wird angezogen, als wenn es 5 °C draußen sind. Ich hatte schon ein schlechtes gewissen. Hätte ich mich vielleicht doch durchsetzten sollen? Ich weiß es nicht. Natürlich soll er seine eigenen Erfahrungen machen und so viel wie möglich ausprobieren. Aber wo ist die Grenze? Ja, manchmal weiß ich es nicht. In solchen Momenten zweifle ich an mir und meinen Vorstellungen, meinen Sohn zu " erziehen". Ich bin schließlich auch nur ein Mensch und an diesem Tag, hat es mir wirklich gereicht, geduldig zu sein. 

Haben Eure Kinder auch diese Phase durchgemacht? Wie habt ihr in solchen Situationen reagiert? 

Sonntag, 8. Mai 2016

Alles liebe zum Muttertag!

Hallo Mama,

ich weiß, das du dir immer eine Tochter gewünscht hast und dein Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Vor fast dreißig Jahren hast du mich unter Schmerzen, Angst, Vorfreude und Liebe auf die Welt gebracht.

Du hast auf vieles verzichten müssen, doch das hast du gerne getan, weil du mich liebst. Du hattest oft Angst um mich, wenn ich mal mal krank war oder mir weh getan habe. Doch du warst immer für mich da und hast meine Schmerzen einfach weg geküsst. Du hast oft geweint und warst verzweifelt. Doch du hattest trotz allem, immer ein lächeln im Gesicht, damit ich mir keine sorgen machen musste.

Ich bin dir als kleines Mädchen immer und überall hin gefolgt. Egal wo du warst, dort war ich auch. Ab dem Moment, gabst du mir einen liebevollen Kosenamen Motte. Diesen benutzt du sogar bis heute noch, das zeigt mir, wie sehr du mich liebst und vermisst.

Ich hatte sehr lange ein liebstes Schnuffeltuch. Es war mein aller erster Kissenbezug und ein wichtiger Begleiter in den ersten Jahren. Kleine süße Bärchen waren darauf.  Du durftest ihn nie waschen. Egal wie dreckig oder muffig er war. Und wenn du es doch mal heimlich getan hast, habe ich es sofort gemerkt und war sehr traurig darüber. Denn es roch dann nicht mehr nach dir, meiner Mama. Mein Mittelpunkt. Mein Anker. Meine Sicherheit. Doch die Tränen waren schnell vorüber und alles war wie vorher.

Du hast oft an meinem Bett gesessen und meine Hand gehalten, wenn sich die kleinen bösen Monster unter meinem Bett versteckt haben. Du hast sie alle verjagt und dein leben dabei riskiert ;)

Ich kann mich auch noch sehr gut an unsere langen Abende mit dem Nintendo erinnern. Was haben wir uns immer geärgert, wenn wir bei Super Mario ins Loch gefallen sind. Immer und immer wieder an der gleichen Stelle. Man was haben wir gelacht.

Und meine liebe Mama, heute muss ich dir leider etwas beichten. Es ist zwar schon lange her, aber heute fasse ich mir ein Herz. Ich habe einmal deine Unterschrift gefälscht, weil ich in einer Matheklausur eine fünf hatte. Ups! Ich wollte nicht, das du enttäuscht bist von mir. Sorry. Es kommt auch ganz bestimmt nie wieder vor :-) 

Doch es gab auch traurige Momente zwischen uns. Das war die Zeit meiner Pubertät. Ich war stur und uneinsichtig. Ich wollte ständig mit dem Kopf durch die Wand. Wollte mein eigenes Ding durchziehen. Mit siebzehn war ich der festen Überzeugung, das ich auch ganz gut ohne meine Mutter auskomme. Doch da habe ich mich sehr getäuscht.

Jetzt, wo ich selber Mutter bin weiß ich, wie wichtig sie ist. Ich weiß jetzt, wie du dich gefühlt hast. Wie viel Angst man haben kann. Welche Superkräfte man entwickelt. Wie viel man wirklich aufgibt. Aber vor allem weiß ich jetzt, wie bedingungslos die Liebe einer Mutter ist.

Ich möchte mich für alles, was du für mich getan hast, bei dir bedanken! Danke, das du mir das Leben geschenkt hast. Danke, das du so viel Geduld hattest. Danke, für deinen Verzicht. Danke, für deine Unterstützung. Danke, für deine lieben Worte. Danke, das du mir verzeihst. Danke, das du meine Mama bist. Danke, das du eine tolle Oma bist.

Ohne dich, wäre ich nicht ich. 

Du hast mir gezeigt, was wirklich wichtig ist im leben. Das viel Geld, ein großes Haus, Marken Kleidung und viele andere Dinge überhaupt nicht wichtig sind. Sondern Zeit, Aufmerksamkeit und Liebe das wichtigste sind.

Auch wenn es manchmal nicht einfach war für dich und du oft gezweifelt hast, ob deine Erziehung fruchten wird. Heute kann ich dir sagen, deine mühen haben sich gelohnt!

Eines habe ich aber auch noch gelernt, das eine Mutter nicht perfekt ist. Das sie auch Fehler macht, nicht alles wissen kann, auch nur ein Mensch ist, auch mal Zeit für sich braucht. 

Ich bin so unendlich stolz auf dich, das du die Kraft hattest, drei Kinder groß zu ziehen. Du hast das alles großartig gemeistert und kannst stolz auf dich sein. Du hast die Höhen und tiefen des Lebens mit Bravur gemeistert. Du bist stärker als je zuvor! 

Ich hoffe, das ich dir irgendwann nur annähernd all das wieder geben kann, was du für uns getan hast. Ich kann es nur immer wieder sagen, DU BIST EINE TOLLE MAMA! Ich liebe dich!







Deine Motte 

Dienstag, 29. März 2016

Der Tag an dem die Erde sich langsamer drehte

Da stand ich nun, alleine in unserem Badezimmer und hielt den positiven Schwangerschaftstest in der Hand. Ich starrte ihn einfach nur an. Mein ganzer Körper bebte und zitterte. Meine Gefühle waren ein Gemisch aus Freude und angst. Damit hatte ich einfach nicht gerechnet. Alles ging auf einmal so schnell. Und doch hätte ich es wissen müssen. Die Anzeichen waren alle so deutlich und doch übersah ich sie. Ich ging hektisch von einem Raum zum nächsten und wusste nicht, was ich jetzt tun sollte. Ich legte den Test auf das Regal im Schlafzimmer. Ist das wirklich real? Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf. Eins war aber klar, der Test musste kaputt sein. Anders konnte ich mir das nicht erklären. Ja, ich wusste, das wir es mit der Verhütung nicht immer ganz ernst genommen hatten, aber bisher ist ja auch nie etwas passiert. Warum denn ausgerechnet jetzt? Mir lief der Schweiß die Stirn hinunter und ich musste erst einmal was trinken. Mein Hals war plötzlich so trocken. Ich fühlte mich wie Ariell die Meerjungfrau, die ihre Stimme verloren hatte. Nicht ein Wort brachte ich heraus. Meine Lippen bewegten sich zwar, doch die Worte steckten fest. Also zog ich meine Schuhe an und ging los zum nächsten Drogeriemarkt. Ich nahm den teuersten Test mit den es gab. Der Weg nach hause kam mir wie eine Ewigkeit vor und ich hatte das Bedürfnis zu laufen. So ähnlich wie in Forrest Gump. Zu hause angekommen, wollte ich zum zweiten mal Testen. Doch Mist! Ich musste nicht pinkeln. Verdammt! Ich versuchte also irgendwie etwas raus zu drücken. Doch es kam nichts. Nur die ruhe bewahren. Ich trank und trank und trank. Und wartete darauf, das mein Körper die ganze Flüssigkeit endlich verarbeiten würde. Währenddessen stand ich am offenem Fenster und schaute in die Sonne. Es war ein wunderschöner Tag. Einen klitzekleinen Moment vergaß ich, was in den letzten zwanzig Minuten passiert war. Doch die Realität holte mich schnell wieder ein. Meine Blase machte sich langsam bemerkbar. Na endlich! Also, alles wieder von vorne und drei Minuten warten. Es kam mir so vor als wären es Stunden gewesen. Es war still bei uns. Die digitale Uhr auf dem Test drehte sich und drehte sich. Ich stand wieder da und starte ihn an. Nichts passierte. Das machte mich wahnsinnig! Doch dann hatte das warten ein ende. Die Anzeige lautete " 3+". Meine Augen wurden groß und ich konnte es nicht fassen. Doch dann fragte ich mich, was bedeutet eigentlich "3+"? Ich las mir im schnell Durchlauf den Beipackzettel durch und dort stand " Wenn der Test ihnen 3+ anzeigt, sind sie in der sechsten Woche schwanger oder weiter". Oder weiter??? Oh mein Gott!!! Ich bin schon sechs Wochen schwanger und bemerke es nicht? Ich musste mich setzen. Während ich so da saß, dachte ich nach. War das etwa der Grund, warum ich so gereizt war? Warum viele Gerüche mich zum würgen brachten? Warum meine brüste so weh taten, das ich schon dachte, ich hätte Brustkrebs? Warum ich immer so extrem müde war und am liebsten in den Winterschlaf gefallen wäre? Sag mal Sonja, bist du so blöd oder tust du nur so?! Die Anzeichen waren doch Sonnenklar. Doch ich schob alles auf den Stress, den ich auf der Arbeit hatte. Tja, ich saß eine ganze weile einfach nur so da und konnte es einfach nicht glauben. Ich machte ein Foto von den Tests und schickte sie per What's App an meine beste Freundin mit den Worten "Ich glaub ich bin Schwanger. Aber irgendwie, sieht das nicht ganz eindeutig aus für mich." Als Antwort kam dann " Bist du blind? Natürlich sind die Tests positiv! Herzlichen Glückwunsch!" Erst als sie dies schrieb, konnte ich es irgendwie glauben. Dann durchströmten mich unglaublich viele Glücks Gefühle und ich fing an zu weinen. Vor Freude natürlich! So ein schönes Gefühls Chaos hatte ich zuvor noch nie erlebt. Ich werde tatsächlich Mutter! Ein klitzekleines Wesen wuchs in mir heran und gleich fing ich an, meinen Bauch zu streicheln. So richtig glauben, konnte ich es erst, als ich mein erstes Ultraschallbild in den Händen hielt. Diesen wunderbaren Tag, werde ich wohl niemals vergessen.




Was löste es bei euch aus, als ihr den Positiven Schwangerschaftstest in der Hand hieltet? 

Freitag, 18. März 2016

Und wie erziehst du?!

Als Mutter muss ich mir schon einiges manchmal anhören, was die Erziehung unseres Sohnes angeht. Wobei die Bezeichnung Erziehung, bei uns nicht ganz zutrifft. Unser Sohn wird nicht Erzogen. Ja, auch mit seinen 2 Jahren darf er schon eigene Entscheidungen treffen. Es sind die kleinen Dinge,die er Entscheiden darf, die für ihn aber von großer Bedeutung sind. Wie zum Beispiel, aus welchem Becher er trinken möchte oder welche Farbe sein Löffel hat, von dem er gerne Essen will. Ich schreibe ihm nicht vor, auf welchem Stuhl er sitzen soll. Er darf sich aussuchen, wer ihn abends ins Bett bringt. Er darf aktiv mit entscheiden und daran werde ich auch fest halten. Niemals werde ihm meinen Willen auf zwängen, nur weil ich manche Dinge gerne anders hätte. Ich Respektiere seine Entscheidungen und unterstütze ihn dabei, wenn es mir möglich ist. Sätze wie " Er hat noch nichts zu wollen/Entscheiden" oder " Du musst das machen, was Mama und Papa sagen" gehen mir gehörig auf die Nerven! Ich verstehe es manchmal einfach nicht, warum Kinder meistens so klein gehalten werden. Warum dürfen sie keine eigene Meinung haben? Oder eigene Entscheidungen treffen? Wie sollen sie denn da gut auf das Erwachsenen Leben vorbereitet werden? Ich lasse meinen Sohn so viel experimentieren, erforschen und "Blödsinn" machen wie er es möchte, solange er nicht ernsthaft in Gefahr ist. Oft bekomme ich dafür ein Augenrollen oder den Satz " Das ist aber nicht gut für dein Kind. Irgendwann tanzt er dir auf der Nase herum". Was viele aber nicht verstehen ist, das mein Sohn mir nicht gehorchen muss! Diese Erziehungsmethode ist für mich ziemlich veraltet und wird bei uns nicht praktiziert! Auch das Nein meines Sohnes wird akzeptiert und respektiert. Wenn er etwas nicht mag, dann ist es okay für mich. Natürlich kommt es darauf an, was es ist. Denn auch hier gibt es nicht nur Freiraum, sondern auch Grenzen und Regeln. Dazu aber später mehr.


Viele bezeichnen meine Erziehung Stil als lasch und inkonsequent. Aber das bin ich ganz und gar nicht. Ich erlaube meinem Sohn viel, damit er seine eigenen Erfahrungen machen kann. Denn nur so bekommt er ein Gespür dafür, was richtig und was falsch ist. Oder was gut für ihn ist oder nicht. Er darf sich ausprobieren und seine Grenzen austesten. Das geht manchmal wirklich an meine Substanz und ist sehr anstrengend, für uns beide. Wir sind zwei vom selben schlag, wie man so schön sagt. Er hat einen genau so großen dickschädel wie ich und möchte oft mit dem Kopf durch die Wand. Momentan ist es so, das mein Sohn wirklich alles austesten möchte. Doch wie oben schon geschrieben, gibt es bei uns durchaus Regeln. Wie zum Beispiel, mein Sohn geht mit mir an der Hand, wenn wir an viel befahren Straßen lang gehen. Dies akzeptiert er nun nicht mehr und möchte dies alleine tuen. Da mir das aber wirklich zu riskant ist, gibt es da nichts zu verhandeln. Mein Sohn ist mittlerweile so blitzschnell, das ich manchmal gar nicht so schnell reagieren kann. Und damit kein größeres Unglück passiert, ist das eine Regel für ihn. Manchmal dauert es bis zu einer Stunde, bis er aufgibt und mir seine Hand reicht. Und diese Szenen sind bei uns mittlerweile an der Tagesordnung. 


Eine weitere Regel wäre, ich dulde keine Gewalt. Weder gegen Mensch noch Tier. Es wird nicht geschlagen, gebissen, gekratzt oder etwas mutwillig zerstört. Da muss ich sagen, das dies bisher selten vor kam. Die letzte Regel ist, wir respektieren uns und unsere Meinungen! Auch mein Sohn muss mal ein Nein akzeptieren. Es geht nicht immer alles nach seinem Tempo, denn wir als Eltern haben auch Bedürfnisse und Wünsche die er respektieren muss. Wie ihr seht, sind es nicht viele Regeln, aber für mich sind es die Wichtigsten. Ich möchte zum Schluss noch eines sagen, dies ist nur meine persönliche Meinung und " Erziehungs Stil". Das heißt nicht, das andere Mütter besser oder schlechter sind, was die Erziehung angeht. Ich weiß das dies immer wieder ein heikles Thema ist und die Meinungen da weit auseinander gehen. Jeder von uns hat andere Werte und Vorstellungen davon, seine Kinder zu erziehen.




Was sind denn eure Werte und Vorstellungen, bei der Erziehung? Müsst ihr euren Erziehungs Stil auch oft vor anderen erklären/rechtfertigen? 

Samstag, 12. März 2016

Der Wunsch nach einem zweiten Kind

Für mich stand eigentlich schon sehr früh fest, das ich mal Kinder haben wollte. Zwei sollten es sein, am liebsten drei. Ob dieser Traum in Erfüllung gehen würde, wusste ich bis vor zwei Jahren noch gar nicht. Auch ob ich den passenden Partner dafür finden würde, stand damals noch in den Sternen. Nun habe ich seid fünfeinhalb Jahren einen tollen Mann an meiner Seite und wir haben bisher alle Höhen und tiefen gemeistert. Er ist immer noch bei mir und das trotz meiner " anstrengenden" Persönlichkeit. Niemals hätte ich dies für möglich gehalten. Nach drei Jahren Beziehung, wurde ich das erste mal schwanger. Geplant war dies nicht, aber wir haben es mit der Verhütung auch nicht wirklich ernst genommen damals. Nun ist unser kleines Wunder schon zwei Jahre alt und er schenkt uns jeden Tag so viel liebe, das wir es manchmal immer noch nicht fassen können. Die Zeit ist so schnell vergangen bisher, bald wird er schon in den Kindergarten gehen und neue Dinge dazu lernen und Kennenlernen. Wir drei sind mehr als glücklich zusammen, aber dennoch habe ich in letzter Zeit öfters mal das Gefühl, das wir noch nicht ganz komplett sind als Familie. Es fühlt sich an, als wenn jemand fehlt. Ein wirklich komisches, aber auch schönes Gefühl. 


Dann denke ich darüber nach, wie es wohl sein würde, wenn ich wieder schwanger wäre. Würde diesmal alles anders laufen bei der zweiten Schwangerschaft? Denn ehrlich gesagt, habe ich davor am meisten bammel. Bei meinem Sohn war es alles andere als unkompliziert. Ich habe wirklich fast alles mitgenommen, was es so zu bieten gab. Ich war oft am ende meiner Kräfte und hab oft geweint. Die Schmerzen die ich hatte, bedingt durch durch einen Nierenstau, waren die Hölle. Alles in allem, konnte ich meine erste Schwangerschaft nicht wirklich genießen. Viele Dinge hätte mir aber auch bestimmt erspart bleiben können, wenn die Ärzte schneller gehandelt hätten. Wie würde ich im Alltag zurecht kommen, schwanger mit einem Kleinkind?! Wer kümmert sich bei einem Notfall um meinen Sohn? 


Eine weitere Frage die sich mir stellt ist, müssen wir dann tatsächlich umziehen? Momentan haben wir eine 95 Quadratmeter Wohnung mit Balkon. Also eigentlich genug Platz für vier Personen. Bisher haben wir aber nur ein Kinderzimmer und ich frage mich, ob es verwerflich ist, wenn sich zwei Kinder ein Zimmer teilen würden. Wenn wir einen zweiten Jungen bekommen würden, wäre es bestimmt nicht so schlimm, als wenn es diesmal ein Mädchen werden würde. Zur Not könnten wir aber auch etwas um räumen und somit hätten wir ein zweites Zimmer. 


Und dann wäre da noch das Thema Geld. Ich weiß, das dies nicht alles ist, aber man braucht es leider zum leben. Momentan kommen wir gut zurecht, mit dem was wir zur Verfügung haben, aber große Sprünge sind natürlich nicht drin. Ein weiteres Kind, wären auch weitere Kosten. Wobei wir nicht wirklich besonders viel kaufen müssten, da wir vieles noch vom Sohnemann haben. Aber vier Köpfe kosten nun mal mehr als drei und bisher siegt die Vernunft, anstatt unser Herz. Und was wird aus meinem Job? Versteht mich nicht falsch, ich bin wirklich mit Leib und Seele Mama. Doch ich liebe auch meinen Job und möchte nicht ganz darauf verzichten. Wie organisiere ich das ganze mit zwei Kindern? Wer betreut sie, wenn sie mal krank sind? Aber auch dafür wird es bestimmt eine Lösung geben, wenn der Moment gekommen ist. 


Vielleicht mache ich mir auch einfach nur viel zu viele Gedanken darüber. Immerhin haben wir es beim ersten mal auch geschafft. Und auch bei meinem Sohn war es damals " nicht der richtige Zeitpunkt". Mein Mann steckte noch mitten in seiner Ausbildung und der Geburtstermin viel fast zeitgleich auf seine Abschlussprüfung. Aber auch das haben wir damals gemeistert. Warum sollte es dann nicht auch mit einem zweiten Kind funktionieren?! Ich wünsche mir im Moment nichts mehr als ein zweites Kind. Ein weiteres mal, dieses Wunder erleben. Ein weiteres mal, die Tritte in meinem Bauch spüren. Ein weiteres mal, stolz meinen Bauch zeigen. Ein weiteres mal, das Wunder der Geburt erleben. Und das erste mal, das mein Sohn großer Bruder wird. Das wünsche ich mir. Mein Mann ist davon nicht ganz abgeneigt, doch im Moment, möchte er kein weiteres Kind. Es ist zu früh für ihn und ich respektiere das. Ich möchte ja das wir beide uns wohl fühlen und glücklich über unsere Entscheidung sind. Bis dahin, genießen wir weiter die Zeit zu dritt.



Wie sind denn eure Erfahrungen zu dem Thema?







Freitag, 20. November 2015

Unser erstes Sankt Martin

Letztes Jahr zu Sankt Martin waren wir alle krank und konnten leider nicht mit gehen .
Jonas Laterne die ich zuvor noch gebastelt hatte , konnte somit nicht ausgeführt werden und diente dann mehr zur Dekoration im Kinderzimmer .  Dafür freuten wir uns um so mehr , dieses Jahr dabei zu sein . Unser erstes Sankt Martins Fest mit Jonas . Ich war ganz schön aufgeregt und wusste schon , das ich an diesem Abend nah am Wasser gebaut sein werde . Ich packte mir also genug Taschentücher ein für den Notfall und hoffte , das ich nicht ganz den Tränen verfallen würde .
 Wir machten uns schon eine Stunde vorher auf den Weg , da der Umzug bei meinen Schwiegereltern im Dorf statt fand . Jonas konnte noch etwas Quatsch machen mit Oma und Opa und wir als Eltern , bereiteten uns Seelisch auf einen Emotionalen Abend vor . So gegen Fünf Uhr  machten wir uns fertig und gingen langsam Richtung Sankt Martins Feuer . Auf dem Weg dorthin , merkte ich schon , wie die Tränen Flut auf mich zu rollte .Jonas und ich liefen die ersten Meter gemeinsam , Hand in Hand .Ich schaute ihn an und war über glücklich und konnte es kaum fassen , das ich diesen Moment einmal erleben durfte . Wir stellten uns an das Feuer und wenige Minuten später kam der Sankt Martin auf seinem Pferd an uns vorbei geritten . Jonas Augen wurden immer größer und  er wusste gar nicht , wo er zuerst hin schauen sollte . Er freute sich und klatschte in die Hände . In dem Moment war ich so gerührt , das ich die Tränen nicht mehr zurück halten konnte .Da stand ich nun , schaute meinen Sohn an , war glücklich und weinte wie ein Schloßhund . Es gibt wirklich nichts schöneres für mich , wie meinen Sohn Glücklich zu sehen . Jonas wollte dann unbedingt beim Papa auf den Arm um das Feuer besser sehen zu können . Die zwei alberten herum , sangen die Sankt Martins Lieder mit und ich Weinte immer noch .Das es so Emotional sein würde , hätte ich niemals gedacht. Ein paar Lieder später , zogen wir weiter durch das Dorf und sangen weiter Sankt Martins Lieder . Am Ende des Zuges stellten wir uns an , um Jonas lecker Tüte abzuholen . Bei so viel Trubel hatte er mächtig Hunger bekommen . Natürlich wurde gleich von der Tüte genascht und ein Emotionaler Abend ging vorbei .




Montag, 31. August 2015

Wünsche und Träume

Die letzten Wochen bin ich wirklich sehr sentimental und nachdenklich. Warum das so ist ?! Ich weiss es selber nicht genau. Vielleicht liegt es daran , das mein  dreißigster Geburtstag immer näher rückt und ich leichte Panik verspüre. Die Zeit vergeht mir irgendwie viel zu schnell. Unser Sohn wird bald zwei Jahre alt , der Kindergarten ist auch nicht mehr weit weg und der fünfte Jahrestag hat auch schon an die Tür geklopft. So langsam verspüre ich den drang meine Wünsche und Träume wahr werden zu lassen. Welche das sind , möchte ich euch jetzt gerne erzählen.

Die Hochzeit 

Eigentlich stand immer fest , das ich nicht heiraten möchte. Ich wollte nie so eine feste Bindung eingehen , da ich schon sehr früh selbständig war und meine Freiheit liebte. Wahre liebe braucht keinen Trauschein , dachte ich. Doch meine Meinung hat sich geändert. Ich möchte so gerne diesen schritt wagen und mich darauf einlassen. Ich möchte das wir eine Familie sind . Ja auch auf dem Papier! Ich möchte das wir EINS sind, das wir alle den gleichen Namen tragen. Ich freue mich schon wahnsinnig auf den Tag an dem mein Freund um meine Hand anhält , denn wir gehören einfach zusammen!

Ein zweites Kind 

Ja wir möchten ein zweites Kind ! Ich selber habe zwei Brüder , mein Freund hingegen hat keine Geschwister. Wir waren uns sehr schnell einig was das Thema angeht. Ich bin der Meinung , das es nichts schöneres gibt , zu wissen das man nicht alleine ist. Das man jemand hat , außer seine Eltern und Freunde , auf den man sich verlassen kann. Ich möchte das unser Sohn nicht alleine aufwächst und wir hier jede Menge leben in der Bude haben. Wann es soweit sein wird , wissen wir noch nicht genau , aber evtl in den nächsten zwei Jahren.

Ein Haus mit Garten 

Ja wer wünscht sich das nicht ?! Ein kleines Häuschen im grünen und die Kinder die im Garten rum tollen.Keine störenden Nachbarn über uns , auf die man Rücksicht nehmen muss , wenn die Kinder mal etwas lauter sind. Ich bereite das Essen zu und der Papa ist mit den Kindern im Garten beschäftigt. Dieser Traum wird hoffentlich bald in Erfüllung gehen.  Einfach ein herrlicher Gedanke !

Mich beruflich neu orientieren

Auch wenn ich jetzt Mutter bin und es mir jeden Tag große Freude bereitet , mich um meinen Sohn zu kümmern , möchte ich trotzdem neue Wege einschlagen. Wie manche von euch wissen bin ich seid acht Jahren in der Pflege tätig. Dieser Job macht mir nach wie vor Spass aber irgendwie erfüllt er mich nicht mehr so wie vor der Schwangerschaft. Doch ein beruflicher neu Anfang macht mir ehrlich  gesagt noch etwas Angst. Soll ich wirklich meine Festanstellung kündigen um neu durch zu starten ? Und was ist , wenn es schief geht ? Fragen über fragen die ich noch nicht beantworten kann.  Ich weiss noch nicht wohin dieser weg führt aber wenn die Zeit reif ist , werde ich ihn gehen. Ich weiss das ich genug Unterstützung habe und es schaffen kann.

Die USA bereisen - oder sogar Auswandern

Das ist wohl mit Abstand mein absolut größter Wunsch ! Ich möchte einmal im leben durch die USA reisen. Ich liebe einfach dieses Land , seine Mentalität und einfach die freundliche Art der Amerikaner. Vielleicht habe ich auch einfach zu viel Fernsehen geguckt aber es gibt nichts was mich von diesem Wunsch abhalten kann. Ich möchte am liebsten alles dort kennenlernen. Der Wunsch wurde durch meinen Freund immer größer , denn er ist AMERIKANER! Ich liebe es einfach wenn er oder seine Familie  von der Zeit , als sie in Amerika lebten erzählen. Irgendwie fühlt es sich wie zu hause an. Ich möchte dieses Land unbedingt kennenlernen und vielleicht wird dies mal unsere neue Heimat sein. Denn das Thema auswandern steht schon länger im Raum doch  dafür müssen erstmal ein paar Grundlagen geschaffen werden. Auch dieser Wunsch steht noch in den Sternen aber es ist nicht unmöglich! Wir arbeiten daran , das wir uns beide wünsche erfüllen können. Vielleicht heisst es ja schon bald " bye bye germany" .

Meine Familie glücklich machen

Das ist wohl der schönste Wunsch von allen. Es gibt nichts was mich mehr erfüllt  als meine Familie glücklich zu machen . Ich versuche jeden Tag , das er der schönste ist , denn wer weiss , wie lange wir noch leben. Jeder Tag wird hier mit lachen , liebe und Glück gefüllt. Meistens jedenfalls. Jedes lächeln von meinen beiden Männern macht mich glücklicher als alles andere auf der Welt .

Das sind meine wünsche und Träume an denen ich fest halte und irgendwann war werden lasse.







Dienstag, 25. August 2015

Wo ist nur die Zeit geblieben ?

Die Zeit vergeht wie im Flug. Letzte Woche haben wir unseren Jahrestag gefeiert und wir fragten uns " Wo ist nur die Zeit geblieben ? " . Alte Fotos wurden raus gekramt und wir ließen die letzten fünf Jahre revue passieren. Es war schön die alten Bilder an zu schauen und sich an die Vergangenheit zu erinnern. Wir schwelgten in schönen Erinnerungen und in uns stieg ein wohliges Gefühl auf. Fünf Jahre sind eine lange Zeit. Eine Zeit in der wir sehr viel erlebt haben. Wir haben die Höhen und tiefen des Lebens bis hier her gemeistert. Nichts konnte bisher unsere liebe erschüttern.

Wir erinnerten uns an die kennenlern Zeit . Das erste mal als ich meinen Freund gesehen habe , war in einer Diskothek. Ich saß alleine an der bar , wo eine damalige Freundin von mir arbeitete. Ich war schon eine Weile dort und wollte eigentlich gehen. Ich drehte mich um und da war ER! Er kam mit ein paar Freunden in den Club und ich sah nur ihn. Ich war sofort hin und weg. Ich starrte ihn regelrecht an und konnte nicht mehr weg sehen. Er begrüßte eine Menge Leute und auch zufällig eine Freundin von mir. Ich ging natürlich sofort zu ihr hin und fragte sie , wer das ist. Tja und so kam eins zum anderen.

Wir haben jede freie Minute damals zusammen verbracht. Nichts ging mehr ohne den anderen. Und nach circa sechs Monaten Beziehung wollten wir es wagen. Unsere erste gemeinsame Wohnung. Wir haben glücklicherweise auch ganz schnell was gefunden und verkündeten es unseren Familien. Und somit begann unsere gemeinsame Zukunft.  Wir haben unser leben in vollen Zügen genossen. Wir waren auf Partys , im Kino , im Urlaub , bis mittags im Bett und haben einfach nichts getan.

Nach drei Jahren Beziehung wurde ich ungeplant schwanger. Ich war erstmal geschockt aber freute mich sehr auf unser Kind . Der werdende Papa hat etwas länger gebraucht um sich richtig darüber freuen zu können. Es war ein auf und ab der Gefühle . Plötzlich änderte sich unser ganzes leben , von heute auf morgen. An dem Tag als auch mein Freund unser Baby spürte war es um ihn geschehen. Er war total fasziniert und verliebt. Ich hatte eine sehr komplizierte Schwangerschaft und dies machte uns allen zu schaffen,  doch wir waren sehr froh über die Unterstützung unserer Familie. Der Tag , an dem unser Sohn geboren wurde , war der Höhepunkt in unserem leben. Unsere Körper durchströmten pures Glück und jede Menge liebe. Wir waren jetzt eine Familie ! Manchmal können wir es immer noch nicht richtig glauben das wir so ein kleines Wunder geschaffen haben. Aus zwei mach drei .





Freitag, 14. August 2015

Brief an meinen 19 Monate alten Sohn

Hallo mein Kind ,

du hattest einen schweren Start ins leben und die ersten Monate waren sehr anstrengend für dich. Du hast viel geweint und bestimmt auch jede Menge Angst gehabt. Angst vor dieser grossen weiten Welt. Du wusstest nicht was dich hier bei uns erwartet. Alles war so groß , laut , hell und hektisch. Dies hat dich bestimmt alles sehr verunsichert nachdem du deine warme , dunkle , enge und kuscheliege Höhle bei mir verlassen hast. Du wolltest immer bei einem von uns eng angekuschelt sein. Unseren Herzschlag und unsere stimmen hören. Unser Duft hat dich beruhigt und dir Sicherheit gegeben , das wir da sind. Du hast all unsere liebe , Zuneigung und Aufmerksamkeit bekommen die du brauchtest. Bis heute und das noch bis ans Ende unserer tage. Wir haben es gemeinsam geschafft durch diese schwere Zeit und alles was uns geholfen hat , WAR LIEBE ! Dein süßes lächeln hat uns jedesmal zum schmelzen gebracht und damit vergaßen wir die traurigen Tage. Du schaust uns an , mit deinen hell blauen Augen und unsere Herzen füllen sich mit stolz. Wir sind stolz darauf so ein kleines Wunder wie du es bist geschaffen zu haben. Du liebst uns so bedingungslos wie kein anderer Mensch auf dieser Welt. Du zeigst uns jeden einzelnen Tag was wirklich wichtig ist im leben und das man die Zeit zusammen genießen sollte. Wir haben uns oft sorgen um dich gemacht und wussten manchmal nicht weiter.





Du hast uns schon sehr früh gezeigt was du willst und was du nicht willst. Irgendwann kam der Tag , an dem du unsere Nähe nicht mehr so stark brauchtest. Du wolltest alleine schlafen und deinen Freiraum haben. Du hattest keine Angst mehr und das machte uns sehr Glücklich. Du hast angefangen deine Umwelt zu erkunden. Du wurdest immer neugieriger und wolltest alles kennenlernen. Du hattest auch so langsam keine Lust mehr nur auf dem rücken zu liegen und somit hast du fleißig geübt , dich auf den Bauch zu drehen. Du hast nicht locker gelassen bis du den dreh raus hattest. Dein Gesicht werde ich nie mehr vergessen , als du es geschafft hattest. Deine Augen strahlten und dein lächeln ging bis zu den Ohren. Ich freute mich mit dir und teilte deinen stolz.  Deine ersten Zähne liessen auch nicht lange auf sich warten und dies bereitete dir ziemliche schmerzen. Du wusstest gar nicht wie dir geschah und alles Folge kurz hintereinander. Verschnauf Pausen gab es nur kurz für dich. Aber auch dies haben wir sehr gut gemeistert.

Du wurdest immer aufgeweckter und hattest plötzlich keine Lust mehr auf deine Milch. Immer Öfter lief dir der sabber aus dem Mund , wenn einer von uns was zu essen in der Hand hatte. Feste Nahrung stand ab sofort auf dem Speiseplan und dir hat es sehr gut geschmeckt. Und somit kam die Zeit des durch schlafens bei dir und auch bei uns. Das alles reichte dir aber noch lange nicht. Kurz danach hast du angefangen durch die Wohnung zu Robben. Ich fand es Klasse und hab dich dabei unterstützt wo ich nur konnte. Das krabbeln hat etwas länger gedauert bei dir und das hat dich oft wütend gemacht. Doch du hast nicht aufgegeben. Als es dann klappte mit dem krabbeln war nichts mehr sicher vor dir und plötzlich Öffneten sich ganz neu Türen für dich. Dein Gesicht strahlte nur noch und es machte einfach nur Spass und Freude dir zu zuschauen. Du hast uns ab jetzt ganz schön auf Trapp  gehalten.

Der erste Geburtstag rückte immer näher und wir fragten uns " wo ist  bloß die Zeit geblieben? " . Den letzten großen schritt wolltest du auch noch schaffen und kurz nach deinem ersten Geburtstag , hast du versucht deine ersten Schritte zu machen. Das klappte überraschend schnell. Du liefst mir das erste mal Freude strahlend in meine arme. Ein Gefühl was ich kaum in Worte fassen kann. Ich habe vor Freude geweint und dich einfach nur umarmt und geküsst.

Heute bist du 19 Monate alt und ich bin dankbar dafür , jeden einzelnen Tag mit dir erleben zu dürfen. Ich bin dankbar dafür , das du ein Kern gesunder Junge bist und so viel Freude in unser zu hause Zauberst. Ein lächeln von dir und all meine sorgen sind vergessen. Du machst mich jeden Tag glücklich und dafür danke ich dir. Ich werde deine Hand halten , solang du sie brauchst. Ich freue mich sehr auf die nächsten Jahre mit dir. Ich liebe dich !


Montag, 27. Juli 2015

Leben mit einem Schreibaby



Allein wenn ich an diese Zeit zurück denke , schießen mir die Tränen in die Augen.  Wir haben uns so sehr auf unser Kind gefreut und wir haben uns seelisch, physisch und auch psychisch auf alles eingestellt. Sowohl auf die guten , als auch auf die schlechten Tage die mal kommen werden. Wir fühlten uns rund um gut informiert durch den Geburtsvorbereitungskurs , etliche Bücher , Erfahrungsberichte von unseren Eltern oder Freunden und das Internet. Doch das was uns erwartete ,  über traf alles .

Der Tag an dem unser Sohn geboren wurde , war mit Abstand der schönste in unserem leben! Soviel pure liebe , Glück und Vollkommenheit hatten wir nie zuvor empfunden. Dieses kleine Wesen hat uns total den Kopf verdreht und wir waren sofort verliebt in ihn. Aller Anfang ist schwer und auch wir mussten unser Baby erstmal kennenlernen. Was sind seine Bedürfnisse ? Wann hat er Hunger ? Wann ist ihm kalt ? Wann ist ihm warm ? Wann hat er schmerzen ? Und die wichtigste Frage war immer , wie können wir ihm helfen das er rundum glücklich und zufrieden ist ? Wir haben uns geschworen ihm alles zu geben was er braucht.

Die ersten Tage im Krankenhaus waren durchwachsen. So wie bei den meisten frisch gebackenen Eltern wahrscheinlich . Auf der einen Seite waren wir total überwältigt von unserem Sohn und  auf der anderen Seite schon jetzt voller sorge . Mir war bewusst , das Babys nicht nur ruhig im Bettchen oder bei der Mama schlafen und sich nur dann melden ,wenn sie Hunger hatten oder die Windel voll war. Doch in diesen ersten tagen wusste ich schon , das etwas nicht stimmte. Unser Sohn hat sehr viel geweint , tagsüber weniger , doch dafür nachts in einem durch. Die Schwestern im Krankenhaus meinten immer , ich sollte Geduld haben. Das wäre alles normal. Ja das dachte ich mir dann auch , es ist alles normal. Ich wartete auf den Milch ein Schuss , musste erstmal lernen zu stillen und wie es für uns beide am besten ist. Oft habe ich geweint , und mein Kind angeschaut und gedacht , was hast du bloß das du so bitterlich weinst ? Ich fühlte mich jetzt schon total hilflos und als Versager . Ich gab mir selber die schuld dafür , das mein Kind weinte. Es war so fest im meinem Kopf verankert  das ich , als Mutter , einfach wissen MUSS was meinem Kind fehlt oder gerade braucht. Schließlich liegt dies in der Natur der Frau. Ja so habe ich gedacht , eine sehr lange Zeit . In der vorletzten Nacht im Krankenhaus ging gar nichts mehr bei mir. Ich wart total über müdet und hatte seid der Geburt nie länger als eine Stunde geschlafen. Mein Freund konnte dies nicht mehr mit ansehen und bat eine Schwester um Rat. Sie hatte mir angeboten meinen Sohn mal für drei Stunden mit ins Kinderzimmer zu nehmen nachdem ich ihn gestillt hatte damit ich mal schlafen konnte. Dieses Angebot wollte ich aber nicht annehmen. Ich fühlte mich auch so schon schlecht genug , nicht zu wissen was mein Kind hat und dann sollte ich auch noch anderen mein Schreibaby geben NUR damit ich mal schlafen konnte ? NEIN! Aber ein paar Stunden später klingelte ich doch und bat die Schwester unter Tränen sich um mein Kind zu kümmern. Sie versuchte mich zu beruhigen und erklärte mir das ich mir keine sorgen machen sollte oder mir ein schlechtes gewissen machen muss. Dies hatte ich aber in dem Moment! Sie nahm meinen Sohn mit und ich hörte ihn noch auf dem Flur schreien. In dem Moment weinte ich immer mehr und konnte nichts mehr kontrollieren. Am liebsten wäre ich aus dem Zimmer gerannt und hätte ihn wieder zu mir geholt. Doch ich war so kraftlos und lag wie versteinert im Bett  bis mir die Augen vor Müdigkeit zu vielen. Ich habe dann sage und schreibe drei Stunden am Stück geschlafen. Das tat wirklich gut und ich fühlte mich wie neugeboren! Die Schwester kam dann rein , machte mich wach und brachte mir meinen Sohn wieder. Sie sagte mir , das er wohl noch eine ganze Weile geweint hatte und sie ihn dann zu gefüttert hätte und dann ist er eingeschlafen. Mein Kind hatte also die ganze Zeit " nur " Hunger ? Ich war verwirrt. Am nächsten Tag wurde ich dann an die elektrische Milchpumpe angeschlossen um zu sehen ob ich überhaupt genug Milch hatte. Nein hatte ich nicht. Aus der linken Brust kam gar nichts und aus der rechten nur sehr wenig und das vier Tage nach der Geburt. Für uns alle war die Sache klar das der Milch Einschuss noch nicht eingetreten war und deswegen mein Baby so weint. Und siehe da , am nächsten Tag lief es nur so , die Milch ! Ich war über Glücklich !

Am  nächsten Tag ging es nach Hause und ich fühlte mich super. Ich hatte endlich genug Milch um mein Kind zu stillen und wollte einfach nur noch die Zeit genießen mit meiner Familie. Zu hause angekommen erwartete uns noch eine Überraschung. Das Haus war von aussen geschmückt , mit einer Leine und dem klapper Storch . Am späten nachmittags ging es dann los. Unser Sohn SCHREITE! Ich hatte ihn gestillt ,ein bäuerchen machen lassen und gewickelt. Er schrie immer noch! Ich kontrollierte ob er Fieber hatte , ob es ihm vielleicht zu warm oder zu kalt sei. Aber es war alles in Ordnung. Ich versuchte ihn zum schlafen zu bringen aber auch dies funktionierte nicht. Flieger griff , Babytrage und auch pucken halfen nicht. Er schrie einfach nur ! Und wir hatten keine Ahnung was los ist. So ging es jeden Tag! Nach ca. drei Wochen riet uns unsere Hebamme , einen Osteopathen auf zu suchen. Ich machte sofort einen termin! Doch auch da kam nichts bei rum. Alles in Ordnung. Niemand glaubte uns das es " soooo schlimm " sei wie wir es jedem beschrieben haben. Doch auch unsere Familie merkte schnell , das es doch so war und etwas nicht stimmte. Unsere Hebamme wusste sich keinen Rat mehr und verwies uns zum Kinderarzt. Jede Woche war ich mit meinem Sohn dort. Und man konnte uns einfach nicht helfen! Organisch war unser Kind gesund. Ich wurde langsam sehr aggressiv zu den Ärzten weil ich immer das Gefühl hatte das wir nicht ernst genommen werden. Und das ärgerte mich zu tiefst. Jeden Tag dieses schrille schreien. Wir konnten einfach nichts tun für unser Kind. Wir wussten nicht was er hat und dieses Gefühl der Hilflosigkeit ist grauenvoll! Mittlerweile hatte sich das schreien über den ganzen Tag hin gezogen. Morgens um 6 fing es an bis in die Nacht hinein so gegen 11 Uhr und dann schlief er ein. Wahrscheinlich vor Erschöpfung. Ein sehr grausamer Gedanke wie ich finde. Nach ca 8 Wochen klappte dann auch das stillen nicht mehr. Ich fühlte mich einfach nur noch als Versager in meiner Mutterrolle. Das stillen lief nicht mehr herzlich ab sondern eher maschinell. Ich funktionierte nur noch. Und das gab mir dann den Rest! Nicht nur , das ich nicht wusste warum mein Baby schreit ,nein, ich war auch nicht mal mehr in der Lage mein Kind zu stillen. Dabei wollte ich es doch so sehr! Ab jetzt gab es die Flasche. Doch damit wurde es wohl nur noch schlimmer. Wir mussten leider sehr viel rum experimentieren bis wir endlich ein Produkt fanden was unser Kind vertragen hatte. Es folgten dann noch unzählige Homöopathiesche mittelchen aus der Apotheke , alles Schweine teuer und gebracht hat es auch nix! Nach ca. drei Monaten kam dann der Tag , wo nichts mehr ging! Diesen Tag werde ich niemals vergessen und ich schäme mich dafür. An diesem besagten Tag war alles wie immer. Geschrei ohne Ende und wie immer half nix. In mir stieg langsam eine leichte Aggression hoch und ich musste die Notbremse ziehen! Ich legte meinen Sohn also schreiend in sein Brettchen und schloss die Türe. Ich kauerte mich in eine Ecke und weinte einfach. Ich wusste ja das mein Baby nichts dafür kann und er sich nicht anders bemerkbar machen konnte. Doch ich war einfach nur frustriert und enttäuscht über mich selber! Der Gedanke das ihm etwas weh tat zerreisste mich innerlich! Ich stand auf , ging auf den Balkon und machte mir eine Zigarette an. Eigentlich hatte ich aufgehört aber in dem Moment brauchte ich das. Danach ging ich wieder zu meinem Sohn , holte ihn unter Tränen wieder aus seinem Brettchen , drückte ihn ganz fest an mich und sagte " Mama ist immer für dich da . Ich werde dich nie mehr alleine lassen! Bitte verzeih mir! Ich liebe dich! " . Ich habe ihn nie mehr alleine gelassen seid diesem Tag. Mit etwa 4 1\2 Monaten hörte dieses Geschrei einfach auf. Wir konnten es kaum fassen! Das ganze hatte ein Ende . Warum auch immer. Wir waren so dankbar dafür . An dieser stelle möchte ich mich auch ganz herzlich bei meinem Freund bedanken ,der niemals an mir und meiner Mutterrolle gezweifelt hat! Unser Sohn ist mittlerweile 18 Monate alt , Kern gesund und quitsch fiedel.

Ich kann nur allen Eltern ,die auch in so einer Lage sind , sich Hilfe zu holen und sie auch an zu nehmen! Egal ob es die Familie , Freunde , Nachbarn , Ärzte , Hebamme ist , fragt nach Hilfe. Auch darüber zu reden hilft manchmal ungemein auch wenn es das eigentliche Problem nicht löst.  In den Großstädten gibt es sogar die Sogenannten " Schreiambulanzen" . Man kann dort zu jeder Tages und Nacht Zeit anrufen oder einen Termin vereinbaren um persönlich mit dem Experten Team dort zu sprechen.
Als Schlusswort kann ich nur noch sagen , irgendwann wird es besser!



Sonntag, 26. Juli 2015

Wie der Familienwahnsinn begann


Mein Freund und ich waren grade 3 Jahre zusammen und wir freuten uns riesig auf unseren ersten gemeinsamen Urlaub. Die Stadt der Liebe war unser Ziel.PARIS! Ein paar Tage zuvor stieg die Vorfreude und anscheinend auch meine Hormone, was aber niemanden beunruhigte, da Hormonschwankungen immer schon zu mir gehörten und jeder sie kannte. Meine Hormone feierten auch weiterhin in unserem Urlaub Party  und wir schoben es einfach auf die Aufregung und den Marathon so viel wie möglich von der Stadt sehen zu wollen. Während unseres Trips sagte ich noch zu meinem Freund " Schatz , wir müssen die Tage nutzen , am Montag ist wieder ausnahme zustand bei mir ! " Doch dazu kam es leider nicht . Ich sag nur HORMONE! Naja , es war trotz allem ein super Urlaub und am Montag ging der übliche Alltag weiter bei uns.

Der Montag war da und ich freute mich wie jeden Monat über meinen Besuch. Es war schon alles etwas seltsam , keine höllischen Unterleibsschmerzen, keine Massen die mein Körper abstößt- ihr wisst schon was ich meine ;) Das übliche halt. Am nächsten Tag war auch alles schon wieder vorbei und alles wurde auf den stressigen Arbeitsalltag geschoben. Ein paar Tage später , ein ganz normaler Arbeitstag begann und im Laufe des vormittags begann meine Brüste an zu schmerzen. AUTSCH! Ich musste sogar beim Treppensteigen meinen Busen festhalten ansonsten hätte ich bei jeder Stufe geschrien vor schmerzen. Innerlich bekam ich schon leichte Panik ich könnte vielleicht Brustkrebs haben! Hallooooo?! Ich hab zu dem Zeitpunkt nicht einen Gedanken daran verschwendet eventuell schwanger zu sein. Wie blöd. Da denke ich doch ernsthaft an Brustkrebs. Die schmerzen hielten noch ein paar Tage an und zu all dem ganzen über kam mich dann auch noch diese extreme Müdigkeit. Manchmal hatte ich das Gefühl ich würde während der Arbeit Zwischenzeitlich mal kurz weg nicken. Die nächsten zwei Wochen vergingen und alles wie gehabt. Der nächste Feierabend rufte und keine Ahnung warum ausgerechnet jetzt aber ich entschloss mich ganz spontan dazu mir einfach mal einen Schwangerschaftstest zu kaufen bevor ich zum Frauenarzt ging. Konnte ja nicht schaden. Ich ging nach Hause , pinkelte auf den test und nach 3 Sekunden erschien schon gleich der zweite streifen!!!!!!!!! Nix drei Minuten warten und dann hab ich mein Ergebniss. Ich starrte diesen test eine Weile an und fing an zu zittern , am ganzen Körper. Ich sass einfach nur so da . Und nach einer Gefühlten ewigkeit  rief ich meine beste Freundin an und sagte zu ihr " Ich habe gerade einen Schwangerschaftstest gemacht und ich bin mir nicht sicher ob das WIRKLICH ein zweiter streifen ist oder nicht. Ich schicke dir mal eben ein Bild von dem Test bei What's App und dann sag mir was du siehst ". Ich schickte ihr dann das Bild und zwei Sekunden später rief sie auch schon an " Sag mal hast du Tomaten auf den Augen?! Na klar ist das ein zweiter Strich!!! Herzlichen Glückwunsch! Du bist Schwanger" BAAAAMMM! Da war der Satz! ICH BIN SCHWANGER! Ich lief dann erstmal ne halbe Stunde in der Wohnung auf und ab und wusste nicht wirklich was ich tuen sollte. Nach langem überlegen bin ich noch mal los und kaufte mir zwei "gute" Schwangerschaftstests. Die "billigen" zeigen bestimmt schon mal ein falsches Ergebniss an. Also pinkelte ich auf zwei weitere Tests und siehe da...  ALLE POSITIV! Also mehr bestätigung ging ja wohl nicht. Ich hatte Tausend gedanken in meinem Kopf...Alles kam so überraschend...Die nächste Frage die sich mir stelle war , wie sage ich es meinem Schatz?! Da ich ja nicht besonders gut im Lügen bin oder " Ich sags dir durch die Blume " Sätze parat habe gings ganz kurz und schmerzlos. Mein Freund machte die Türe auf und ich nahm ihn schon in empfang, was schon als erstes auffiel , dann Fragte ich ihn wie sein Tag war und Grinste dabei wie ein Honigkuchenpferd fiel natürlich auch gleich auf und dann sagte ich " Ich muss dir was sagen" Verraten! Er sagte dann "Du bist Schwanger?" Ich guckte ihn einfach nur an und ich sah wie sich seine Gesichtsfarbe innerhalb von Sekunden veränderte. Er sass erstmal eine ganze Stunde nur so auf der Couch und sagte nichts. Dann sprang er auf einmal auf, umarmte mich und sagte " WIR WERDEN ELTERN!" So hat dieser ganze Familien Wahnsinn begonnen....